Matthias Höhl

Luise Ritter

Robin Zöffzig

 

Installative Objekte, Zeichnungen und Malerei

 

30. Oktober bis 17. Dezember 2015

Di - Fr 16 - 19 Uhr

 

Eröf fnung:

29. Oktober 2015 Um 18:30 Uhr 

 

 

 

 

 

KWT H I ERB A CH

 

KW Thierbach. Ein altes Kohlekraftwerk in der Nähe von Chemnitz, das 1999 stillgelegt wurde und seit 2002 schrittweise rück- gebaut wird. Erst Anfang 2015 wurde hier das Kesselhaus gesprengt. Was bleibt ist eine faszinierende Ruine, der geöffnete Körper eines Hauses. Mit Offenlegung, Entblößung und Reduktion arbeiten auch Luise Ritter, Matthias Höhl und Robin Zöffzig. Die drei Kunstschaffenden wollen den Titel symbolisch verstanden wissen.

Was die drei Ausstellenden verbindet, ist ein nüchterner und sezierender Blick auf die sie umgebende Umwelt und die Unver- frorenheit, mit der das Vorgefundene, seien es nun gesehene Räume, Landschaften, Körper, Bilder aus der Kunstgeschichte oder Alltagsgegenstände und Waren, einem Aneignungs- und Umformungsprozess unterworfen wird.

Luise Ritters Zeichnungen eröffnen uns einen verblüffenden Blick auf die uns umgebende Wirklichkeit. Das Innere wird nach Außen gestülpt und sichtbar gemacht. Der/ die Betrachtende wird in die mit dem Zeichenstift abgemessene Welt hineingezogen und läuft Gefahr, sich in der Detailfülle der abgebildeten Räume, Straßenzüge und Landschaften zu verlieren. Oder möchte hier doch zumindest einen ausgedehnten Spaziergang unternehmen, da es einiges zu entdecken gibt. Angesichts der intim anmutenden Einblicke, die die Zeichnungen der Innenräume bieten, wird der Betrachter auch teilweise zum Voyeur. Auch ein leichtes Schwin- delgefühl kann auftreten. Der Raum spielt bei Luise Ritter eine wichtige Rolle, zum Einen der durch die Zeichnung konstruierte Bildraum, zum Anderen der Dialog mit dem Raum, in den die Zeichnung interveniert; ganz klassisch mit Stiften auf Papier im Rahmen oder unter Einsatz von verschiedenen Materialien wie Fenstermalfarbe und Karton, der skulptural geformt wird. Luise Ritter wurde 1987 in Leipzig geboren und studierte in Halle an der Saale, Leipzig und Rom Freie Kunst, Illustration und Grafik.

Matthias Höhl unternimmt Neuinszenierungen von häufig übersehenen Alltagsgegenständen und untersucht diese auf einen möglichen neuen Bedeutungsgehalt hin. Oft sind es Gegenstände, die im Alltag oder in der Verkaufskette eine eher untergeordnete Rolle spielen, wie Verpackungsmaterial, Flaschenringe, Deckel, oder Haushaltsgummis. In ihrer Neuinszenierung verweisen sie auf den abwesenden Gegenstand, so etwa die Blumenkübel auf die abwesenden Blumen. So kann dem, was sonst oft übersehen wird, eine neue Wertschätzung zuteil werden. Poesie oder nüchternste Prosa. Matthias Höhl, geboren 1984 in Bad Salzungen, hat in Halle an der Saale und Leeds Freie Kunst studiert und beginnt im Oktober ein Meisterschülerstudium bei Thomas Rentmeister in Braunschweig.

In Robin Zöffzigs Arbeiten spielt der nackte und inszenierte Körper eine zentrale Rolle. In der psychologisierenden Darstellung erinnern die Bilder an Otto Dix und Max Beckmann. Der Künstler betont den dekorativen und käuflichen Charakter des Abge- bildeten und der Malerei als Objekt und unterläuft diesen Charakter zugleich durch lapidare und ungeschminkte Darstellungen, humoristische Elemente wie Überzeichnung, Collagierung, Fragmentierung, wilde Mischungen verschiedenster ikonographischer Bezüge aus Pop- und Subkultur, Kunstgeschichte, Ost und West. Dies gelingt ihm mit malerischer Souveränität. Robin Zöffzig, geboren 1984 in Magdeburg, studierte Malerei in Halle an der Saale und Tianjin (V.R. China). Er war Meisterschüler von Rainer Schade.

 

Text von Lydia Wahrig 

 

Künstlergespräch 

Eva Jünger, Sylvia Pásztor und Lucas Oertel sprechen über ihre Ausstellung

ESL JOP

 

 

20.08. - 30.09.2015

Vernisage am Donnerstag, 20.08.2015 um 18:30 Uhr

 

 

ESL JOP

 

Der Esel Jop ist zu verstehen, als ein Bild für den Künstler, ein Konterfei, mit seinem offenen Blick und seiner großen Sehnsucht. Er weiß das vermeintlich Wesentliche immer auszublenden, um leben zu können, das Zugtier, dem an einer Angel die Möhre vorm Maul herumgeschwenkt wird, die es nie erreichen kann.

Der Esel Jop zieht den Karren und wird als störrisch beschimpft. Er wird gebraucht, doch verstanden nicht. Was sein Belang ist? Das tut nichts zur Sache. Da schreit er herzzerreißend.

 

Eva Jünger, ganz in dieser Tradition, collagiert und zeichnet Bekanntes um zu Neuem. Kleinformatig und filigran entstehen Zusammenhänge, die so nicht gedacht waren. Doch vermehren sie sich, freudig, wie wir da sehen können. Da ist die Möhre, nach der uns verlangt.

 

Lucas Oertel, der größte Esel, malt starkfarbige Figurenbilder, die er durch Schichtung und Verdichtung auflädt. Ihm geht es um das Bild, als ob es eine Relevanz hätte. Form und Farbe im Format lässt Inhalt entstehen. So einfach geht das. Die Unmittelbarkeit seiner Figuren nehmen Kontakt auf zum Betrachter, der hoffentlich auch ein Esel ist.

 

Sylvia Pásztor, mit ihrer freien Linie, ihrer vielseitigsten Zuwendung zum Papier, anverwandelt sich ihre Umgebung, Tier und Mensch und Baum und Haus, zu feinsten Blättern von zarter Tiefe und glücklicher Freiheit. Da sieht die Eselin den Engel.

 

Alle drei kommen aus Dresden, haben dort studiert und arbeiten dort, frei.

 

11.06. - 31.07.2015

Vernissage am Donnerstag, 11.06.2015 um 18:30 Uhr

 

Eine Bewegungsparallaxe ist ein Effekt in der Wahrnehmungspsychologie der eine optisch tiefere Welt suggeriert. Nahe Objekte ziehen optisch schneller am sich dazu parallel bewegenden Betrachter vorbei als solche die sich näher am Horizont befinden. Ein Effekt den man aus dem Fenster eines fahrenden Zuges beobachten kann oder im Levelaufbau von Egoshootern.

Sowohl Suntje Sagerer als Carolin Israel spielen mit Tiefenwahrnehmungen des Betrachters und optischen Verschiebungen von Bildebeben. Gewohnte Sehmechanismen werden angesprochen und irritiert,mit Grössenverhältnissen gespielt: von Puppe und Figur, Farben und an vermeintlich bekannte Formen. Es bauen sich von Bild zu Bild unterschiedliche Parallelwirklichkeiten auf. Deren Wirkung von Stimmung und Tiefe entfachen sich erst durch die Übersetzung in die Wahrnehmung des Betrachters.

FINISSAGE: DIVINATION

 

Die Künstler Wilhelm Frederking, Nina Hannah Kornatz und Stefan Schleupner reisen nochmal mit einem Gast im Gepäck nach Chemnitz und legen einen drauf, da es ihnen so gut hier gefallen hat! Wilhelm Frederking hat zusammen mit ONKEL LOOPING eine performative Lesung vorbereitet und Nina Hannah Kornatz wird in einem kleinen Vortrag mit Künstlergespräch das Thema "Divination - der Künstler als Wahrsager" erörtern, wir freuen uns darauf!

 

 

28.05.2015 /18:30 Uhr

 

 

Künstlergespräch

 

Veronique Panno und Falk Töpfer sprechen über ihre Ausstellung

 

DOUBLE FANTASY

 

02.04.2015 /18:30 Uhr

06.02. - 27.03.2015 / Vernissage am Donnerstag, 05.02.2015 um 18:30 Uhr

Vielen Dank für einen Tollen Start. 

Wir wünschen ein frohes Weihnachtsfest und freuen uns auf das gemeinsame neue Jahr.

 

 

Markus M. Merbecks

Carlotta Schweppe

Martin Bischof

Lebendiger Advenskalender

Jeden Tag wird sich auf dem Kaßberg, im Stadtteil Schloßchemnitz und in Zschopau eine Haustür öffnen.  Es begegnen sich Hausbewohner und Gäste, um miteinander zu singen, zu musizieren, Geschichten zu hören und vielleicht ein wenig Glühwein zu trinken und Plätzchen zu essen.

 

Am 18.12.2014 findet ab 18:00 Uhr eine Station  des Lebendigen Adventskalenders der sächsischen Mozartgeselschaft in der Galerie junge zeitgenössische Kunst statt.

15.11.2014 - 16.01.2015 / Vernissage am 14.11.2014 18:30 Uhr

Künstlergespräch

 

Nicolas Dupont und Matti Schulz sprechen über ihre Ausstellung

 

WIE WEIHNACHTEN UND OSTERN ZUSAMMEN

 

30.10.2014 /18:30 Uhr

26.09. - 31.10.2014 / Vernissage am 25.09.2014  18:30 Uhr

 

galerie junge zeitgenössische kunst

ludwigstraße 58 | 09113 chemnitz   

galeriebetreuung

anna carlotta schweppe

martin bischof

 

 

 

 

telefon 0371 - 44469968

e-mail post@galerie-merbecks.de